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Einfach raus!

Motte - Turmhügelburg

Die "neue" Motte - Ein historisches Wahrzeichen im oberen Hönnetal

Die hölzerne Turmhügelburg im Ortsteil Küntrop ist bei einer Höhe von 22 Metern schon von Weitem sichtbar. Natürlich hat man von ihr aus auch einen wunderbaren Ausblick. Sogar Trauungen sind auf der Turmhügelburg möglich.

Als "Motte" oder "Turmhügelburg" wird in der Burgenforschung ein Bautyp bezeichnet, der aus einem künstlich aufgeworfenen, mit einem Wassergraben umzogenen Erdhügel besteht, auf dem sich ein zumeist hölzerner Turm unterschiedlicher Höhe erhebt. Der Begriff "Motte" stammt aus dem Französischen (château á motte), wobei "Motte" so viel wie "Erdklumpen" oder auch "Erdsode" bedeutet. Motten waren in ganz Mitteleuropa verbreitet; die Mehrzahl der Anlagen entstand im 11. bis 12. Jahrhundert und wurde überwiegend von Angehörigen des niederen Adels, aber auch von mächtigen Feudalherren errichtet.

Anlässlich der Ausstellung "Ritter, Burgen und Intrigen - AufRuhr 1225 - Das Mittelalter an Rhein und Ruhr" des LWL-Museums für Archäologie in Herne (27. Februar bis 28. November 2010) wurde der Versuch unternommen, eine idealtypische Motte zu rekonstruieren, als deren Vorbild die undatierte Motte von Wegberg - Ophoven (Lkr. Heinsberg) diente. Diese Nachbildung fand auf dem Außenareal des LWL-Museums Aufstellung und wurde von den zahlreichen Besuchern wegen ihrer eindrucksvollen Dimensionen (ca. 22 m Höhe und 6 m Breite) viel bewundert.

Bei einem Besuch einiger historisch engagierter Neuenrader Bürger im Frühjahr 2010 erfuhr man, dass die stattliche Turmhügelburg nach Beendigung der Ausstellung wieder abgebaut werden und danach - als Geschenk - an einen neuen Besitzer übergehen solle. Nach intensiven Gesprächen zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt Neuenrade wurde vereinbart, die Motte in Neuenrade wieder aufzubauen, wo man auf ein geeignetes Gelände im Ortsteil Küntrop zurückgreifen konnte. Idealerweise befindet sich nur wenige hundert Meter von diesem Standort entfernt der Platz der historischen Burg Gevern, einer unter Denkmalschutz stehenden Motte der Grafen von Arnsberg, deren Turm 1355 durch Graf Engelbert III. von der Mark in Schutt und Asche gelegt wurde.

Nach ihrem Wiederaufbau erfolgte die festliche Einweihung der "neuen" Motte am 19.10.2013. Die Finanzierung des Objektes wurde durch Spenden sichergestellt. Eine eigens ins Leben gerufene Stiftung soll die Motte auch in Zukunft hegen und pflegen.

Die Motte ist von Ostern bis einschließlich Oktober an jedem 2. und 4. Sonntag von 12.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.

Im Rahmen eines Leader-Projektes ist die Turmhügelburg "Motte" im Jahr 2018 zum Startpunkt eines Geschichtspfades durch die ehemalige Grafschaft Arnsberg geworden und hat so eine weitere Aufwertung erhalten. Ein Außenkunstwerk nach einem Entwurf des Alteaner Künstlers Karsten Wolfewicz ist entstanden. Eine Sammlung ritterlicher Demonstrationsobjekte ist angeschafft worden, insbesondere zur Freude der kleinen Besucher. Weiterhin wird die Motte im Rahmen des Neuenrader Gesamtkonzeptes für kulturelle Bildung als "Kulturpunkt" aufgenommen. Dazu werden mehrmals im Jahr kulturelle Kleinveranstaltungen wie Dichterlesungen oder mitternächtliche Sagenlesungen angeboten.

Der Eintrittspreis beträgt 2,00 € p. P. über Schwertmaß. Für Kinder ist der Eintritt frei.

Für alle Fragen rund um die Motte - auch für die Vereinbarung von Sonderführungen stehen gern zur Verfügung:

  • Dr. Rolf-Dieter Kohl 02392 / 61991
  • Ludger Stracke 02394 / 536
  • Klaus Peter Sasse 0170 / 4517902

Motte Team

Dinneike
58809 Neuenrade
Telefon 0170 4517902 oder 0171 8912759
E-Mail kpsasse@gmx.de

Preise:

   
2,00 € pro Person über Schwertmaß